Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Dieser Grundsatz scheint vor allem auf den deutschen Sprachgebrauch in Ämtern und Behörden zuzutreffen. Anders lässt sich wohl kaum erklären, warum etwa ein so einfaches Wort wie „Kuh“ in den Amtsstuben zur „rauhfutterverzehrenden Großvieheinheit“ mutiert. Ähnliches gilt für den Baum, der im Behörden-Deutsch als „Raumübergreifendes Großgrün“ bezeichnet wird. Um die übertrieben komplizierte Sprache in den Amtsstuben etwas zu vereinfachen, beteiligen sich in diesem Jahr auch Jenaer Verwaltungsmitarbeiter an einem Seminar für verständliche Sprache.