3 500 Gegendemonstranten bei THÜGIDA-Aufmarsch in Jena

 

3 500 Gegendemonstranten bei THÜGIDA-Aufmarsch in Jena

3 500 Menschen haben nach Polizei-Angaben am Mittwoch in Jena gegen den THÜGIDA-Aufmarsch im Damenviertel protestiert. Insgesamt waren sechs Gegenversammlungen im Innenstadtbereich angemeldet worden. Zur THÜGIDA-Versammlung reisten laut Polizei 165 Menschen  an. Einschreiten musste die Polizei bei mehreren Durchbruchsversuchen an Absperrungen durch jeweils bis zu 100 Personen. Um Durchbrüche und damit ein Vordringen auf die Marschstrecke zu verhindern, mussten die Beamten dabei Pfefferspray und Schlagstock einsetzen. Demonstranten, aber auch Polizisten wurden mit Wasserbomben, Eiern und Äpfeln beworfen. Aufgrund der Blockade aller Seitenstraßen des Damenviertels musste die Aufzugsstrecke nach etwa der Hälfte beendet und neu bis zum Saalbahnhof geführt werden. Es kam zu Flaschenwürfen aus beiden Lagern. Die Polizei drohte an, den Wasserwerfer einzusetzen, woraufhin die Blockadeteilnehmer freiwillig den Platz räumten. Die THÜGIDA-Teilnehmer wurden durch die Polizei bis zum Saalbahnhof begleitet und reisten ohne weitere Vorkommnisse ab. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeitsanzeigen wurden u.a. aufgenommen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigung, Körperverletzung, falscher Namensangabe, Hausfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Widerstandes gegen Vollzugsbeamte. JenaTV berichtet ausführlich im JenaJournal ab 18 Uhr.

Datum: 18.08.2016
Rubrik: Polizei
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