Jena: Eine Autofahrerin rief am Donnerstag um 17.20 Uhr über Notruf die Polizei, weil der Fahrer eines blauen VW Polo auf der Stadtrodaer Straße stadteinwärts in Schlangenlinien fuhr, dabei die komplette Straßenbreite benötigte und andere Fahrzeuge anhupte. In Höhe des Stadions nahm eine Streifenwagenbesatzung mit Sondersignal die Verfolgung auf und zeigte dabei auch die Aufforderung „Stopp Polizei". Daraufhin beschleunigte der Fahrer, nutzte dabei die von anderen Autos gebildete Rettungsgasse und rammte einen orangefarbenen Kleintransporter. In der Wöllnitzer Straße missachtete der Flüchtende eine rote Ampel und schaltete nun auch das Licht am Auto aus. Passanten auf der Straße mussten zur Seite springen, um nicht umgefahren zu werden. Auf dem Seidelparkplatz ließ er das Auto offen stehen und flüchtete zu Fuß. Die Beamten fanden im Inneren des Polo das Portemonnaie des Beschuldigten mit EC-Karten und Führerschein, außerdem ein Cliptütchen mit einer weißen Substanz, bei der es sich wahrscheinlich um Drogen handelt. Noch als die Beamten dabei waren, das Auto zu durchsuchen, kam der Fahrer zurück und wollte nun unauffällig an seinem Pkw vorbeilaufen. Allerdings gab er sofort zu, der Fahrer des Autos gewesen zu sein, als die Beamten ihn danach fragten. Beim Anlegen der Handfessel leistete er Widerstand. Seine roten Augen, die Sprache und sein Verhalten deuteten auf Drogenkonsum hin. Deshalb musste sich der 37-Jährige einer Blutentnahme unterziehen, auch seinen Führerschein stellten die Beamten sicher. Die Polizei sucht Zeugen, die vom Fahrer des blauen VW Polo gefährdet bzw. geschädigt wurden. Hinweise bitte unter Tel. 03641 81 11 23.