Der Carl-Zeiss-Forschungspreis, eine der renommiertesten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Optik, wurde am Dienstagabend an Professor James G. Fujimoto verliehen. Fujimoto, Professor am renommierten Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA), bekam die Auszeichnung für eine Untersuchungsmethode der Augen, die ähnlich wie Ultraschall funktioniert. Anstelle von Schallwellen verwendet sie besondere Lichtstrahlen. James G. Fujimoto hat auch stellvertretend für sein Team den Carl-Zeiss-Forschungspreis 2011 für die Entwicklung der Optischen Kohärenz- Tomografie (OCT) entgegengenommen. Die OCT gilt als die optische Entsprechung der akustischen Ultraschalltechnologie. Beide Verfahren erstellen dreidimensionale Bilder von lebendem Gewebe in Echtzeit. OCT verwendet dazu Lichtstrahlen mit geringer Kohärenzlänge, die bei Überlagerung ein spezielles Interferenzmuster erzeugen, das Informationen über die Beschaffenheit der zu untersuchenden Probe enthält. Derzeit wird sie standardmäßig bei der Augenuntersuchung des Grünen Stars, diabetischer Retinopathie und altersbedingter Makuladegeneration angewandt. Sie lässt sich aber auch in Bereichen wie Biopsie, Histologie und funktionalen Gehirnabbildungen einsetzen.