
Goldbergtunnel wird deutlich teurer als geplant
Der geplante Ersatzneubau des Goldbergtunnels in Jena-Lobeda wird voraussichtlich teurer und später kommen als bislang erwartet. Das machte Stadtentwicklungsdezernent Dirk Lange auf eine Stadtratsanfrage von Dr. Heiko Knopf deutlich.
Demnach liegt für das Vorhaben derzeit noch keine Ausführungsplanung vor, sondern lediglich eine Vorplanung. Ziel des Neubaus ist vor allem eine bessere und sicherere Führung für Radfahrer und Fußgänger. Die heutige Zufahrtssituation gilt wegen enger, rechtwinkliger Kurven als problematisch.
Aktuell rechnet die Stadt mit Kosten von rund 4,3 Millionen Euro. Im Wirtschaftsplan des Kommunalservice Jena sind bislang jedoch nur 3,1 Millionen Euro vorgesehen. Damit ergibt sich eine Finanzierungslücke von etwa 1,2 Millionen Euro.
Lange stellte zudem infrage, ob eine Umsetzung bis 2028 realistisch ist. Nach aktuellem Stand sehe er diesen Zeitplan nicht. Das Projekt müsse im Zuge der nächsten Haushaltsplanung gemeinsam mit anderen großen Verkehrsprojekten neu priorisiert werden. Dazu zählen etwa die Winzerlaer Straße, die Naumburger Straße, die Camburger Straße und die Osttangente.
Nach Einschätzung der Verwaltung wird der Tunnel etwa hälftig von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Auf den Radverkehr entfielen damit rechnerisch rund 2,15 Millionen Euro der Gesamtkosten. Das entspräche knapp der Hälfte des ursprünglich für Radverkehrsinvestitionen in Aussicht gestellten jährlichen Rahmens von 4,5 Millionen Euro.
Knopf zeigte sich enttäuscht über die unklare Perspektive und verwies auf die Bedeutung des Tunnels als wichtige Verbindung. Die Vorentwürfe sollen nach Angaben Langes erst nach einer politischen Priorisierungsentscheidung öffentlich näher vorgestellt werden.
Foto: Archiv






















Ein paar Wolken