Stadtrat: Wohnbebauung, Fries-Büste und Citymanagement

 

Stadtrat: Wohnbebauung, Fries-Büste und Citymanagement

Die „Wohnbebauung Oßmaritzer Straße“ in Winzerla hat eine weitere Hürde genommen. Im gestrigen Stadtrat wurde der Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan gebilligt. Geplant ist der Bau von neun freistehenden Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage. 68 Wohneinheiten sollen entstehen und bis zu drei Gewerbeeinheiten, darunter eine Apotheke. Der genaue Auslegungstermin wird noch bekannt gegeben.

Im Umgang mit der Fries-Büste am Fürstengraben wurde der Oberbürgermeister vom Stadtrat beauftragt, das Gespräch mit der Friedrich-Schiller-Universität zu suchen. Nach kontrovers geführten Diskussionen im Kulturausschuss, an denen auch der Stadthistoriker Dr. Stutz und Herr Ben-Yehoshua vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft teilnahmen, hat der Stadtrat empfohlen, die Büste zu erhalten, das Denkmal aber in einen „Ort des Wissens“ umzuwandeln. Es soll auf geeignete Weise auf das Wirken der Persönlichkeit, den historischen Kontext und die heutigen Debatten hingewiesen werden. Jakob Friedrich Fries (1773-1843) war nicht nur Philosoph, sondern auch ein fanatischer Antisemit. Die Büste wurde im Jahr 1873 anlässlich des 100. Geburtstags von seinen Anhängern gestiftet.

Nachdem der Stadtrat im Januar Bedenken zur Förderform des Citymanagements geäußert hatte und dieser Punkt in den Stadtentwicklungsausschuss zurückverwiesen wurde, stand gestern der geänderte Beschluss erneut auf der Tagesordnung. Die Förderung für den Verein "Initiative Innenstadt Jena" wurde in eine Projektförderung umgewandelt und einstimmig beschlossen. Das Ziel des 2017 gegründeten Vereins ist die Erhöhung der Attraktivität und Angebotsvielfalt in der Innenstadt. Bis Ende 2026 wird der Verein jetzt mit 60.000 Euro jährlich finanziert.

Datum: 29.02.2024
Rubrik: Politik
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