
Jenas Gastronomie produziert jährlich hunderte Tonnen Müll
Im September-Stadtrat erkundigte sich Doreen Triebel in der Einwohnerfragestunde nach dem Stand der Müllreduzierung in der Jenaer Gastronomie. Dezernent Dirk Lange nannte dazu aktuelle Zahlen: 2024 fielen in gastronomischen Betrieben rund 540 Tonnen hausmüllähnliche Abfälle, 191 Tonnen Altpapier und 88 Tonnen Leichtverpackungen an. Die jährlichen Entsorgungskosten von rund 50.000 Euro tragen die Betriebe. Etwa 70 Prozent des Abfalls aus öffentlichen Papierkörben stammen laut Schätzungen ebenfalls aus der Gastronomie. Da einige Restaurants ihre Abfallbehälter mit Wohneinheiten teilen, lassen sich die Mengen nicht immer eindeutig zuordnen; der tatsächliche Anteil dürfte etwa 20 Prozent höher liegen. Eine kommunale Abgabe auf Einwegverpackungen könnte den Einsatz von Mehrwegsystemen fördern, wäre jedoch mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden. Die Stadt setzt daher auf eine umfassende Strategie mit Beteiligung der Betriebe, rechtlicher Prüfung und gezielter Öffentlichkeitsarbeit, um die Abfallmengen nachhaltig zu senken.
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