
Neuer Lysosomen-Atlas enthüllt Ursache seltener neurologischer Erkrankung
Forscher des Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) haben zusammen mit Kollegen von der Stanford University, USA, erstmals einen umfassenden zelltypspezifischen Atlas der Lysosomen im Gehirn erstellt, jener Zellorganellen, die für Abbau- und Recyclingprozesse zuständig sind. Die Studie zeigt, dass sich Lysosomen in Neuronen deutlich von denen anderer Hirnzellen unterscheiden. Besonders auffällig ist das bislang wenig beachtete Protein SLC45A1, das in neuronalen Lysosomen eine zentrale Rolle spielt. Mutationen in diesem Protein führen zu einer bislang unklaren neurologischen Erkrankung, die nun als lysosomale Speicherkrankheit klassifiziert werden kann.
Viele seltene neurologische Erkrankungen sind bis heute nur unzureichend verstanden und lassen sich schwer diagnostisch einordnen. Der neu entwickelte Lysosomen-Atlas liefert nun ein wichtiges Referenzwerkzeug, mit dem krankheitsrelevante Veränderungen gezielt bestimmten Zelltypen des Gehirns zugeordnet werden können. Damit schafft die Studie eine Grundlage für präzisere Diagnosen und eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung zukünftiger Therapieansätze.






















Klarer Himmel