
Endlich die Spielregeln verstanden
Kooperation gibt es bei Brettspielen, Forschern und Bakterien. In enger und lokaler Zusammenarbeit entschlüsselten Wissenschaftler wie sich zwei Bakterienarten verbünden, um nicht gefressen zu werden.
Bereits 2021 zeigte Pierre Stallforth mit seinem Team vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI), dass sich Bakterien der Gattungen Pseudomonas und Paenibacillus zusammentun, um sich so gemeinsam vor ihrem Fressfeind, einer Amöbe, zu schützen. Nun konnte ein von Pierre Stallforth, Ute Hellmich und Markus Lakemeyer geleitetes Team zeigen, wie dieser Verteidigungsmechanismus genau aussieht.
Die Kooperation der beiden Bakterien beruht auf einem Naturstoff, einem Lipopeptid namens Syringafactin. Es wird von Pseudomonas produziert, jedoch erst durch eine von Paenibacillus verursachte Modifikation für die Amöbe gefährlich. Paenibacillus spaltet das Lipopeptid an einer ungewöhnlichen Stelle mittels zweier besonderer Enzyme, sogenannten DL-Peptidasen. Dabei entsteht aus dem Syringafactin ein für die Amöbe toxischer Stoff.
Foto: Markus Lakemeyer






















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