
Studie: Amazonas wurde 2023 zeitweise zur Kohlenstoffquelle
Der Amazonas-Regenwald hat im Jahr 2023 unter extremen Klimabedingungen deutlich weniger Kohlenstoff aufgenommen als üblich und wurde zeitweise sogar zur Quelle von Emissionen. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung von Santiago Botia vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie.
Demnach lagen die Temperaturen deutlich über dem langjährigen Mittel, begleitet von einer ungewöhnlich trockenen Atmosphäre. Analysen aus Messstationen, Satellitendaten und Modellrechnungen ergeben, dass der Regenwald insgesamt mehr Kohlenstoff freisetzte als speicherte. Hauptursache war eine geschwächte Aufnahme durch die Vegetation, nicht eine erhöhte Zahl von Waldbränden.
Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie empfindlich tropische Wälder auf Klimaextreme reagieren und wie sich ihre Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf künftig verändern könnte.
Die Studie wurde in AGU Advances veröffentlicht: Reduced Vegetation Uptake During the Extreme 2023 Drought Turns the Amazon Into a Weak Carbon Source, https://doi.org/10.1029/2025AV001658.
Foto: Phillip Papastefanout / BGC






















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