
Ameisenlarven steuern Eltern mit Duftstoff
Forscher des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben ein Pheromon bei Ameisenlarven entdeckt, das die Eiablage erwachsener Tiere hemmt und so die Fortpflanzung der Kolonie steuert.
Bei der klonalen Räuberameise (Ooceraea biroi) wechseln Arbeiterinnen zwischen Brutpflege und Eiablage. Ein Team um Yuko Ulrich fand heraus, dass Larven den chemischen Botenstoff MEHMP absondern. Dieser unterdrückt die Fruchtbarkeit der Erwachsenen, bis die Larven sich verpuppen. Synthetisches MEHMP löste im Experiment dieselbe Reaktion aus.
Die Studie zeigt: Larven sind keine passiven Empfänger von Fürsorge, sondern beeinflussen aktiv das Verhalten ihrer Kolonie. Die Forscher wollen nun klären, wie Ameisen das Pheromon wahrnehmen und ob ähnliche Signale auch bei anderen Arten vorkommen.
Die vollständige Meldung können Sie hier einsehen: https://idw-online.de/de/news868929
Foto: Max-Planck-Institut für chemische Ökologie/Anna Schroll






















Bedeckt