
Jena zieht Zwischenbilanz beim Klimaschutz
Das erste Monitoring zum Jenaer Klima-Aktionsplan ist im Stadtrat vorgestellt und zur Kenntnis genommen worden. Die Zwischenbilanz fällt aus Sicht der Verwaltung positiv aus: Von 73 Maßnahmen in sieben Themenfeldern wurden bereits sechs abgeschlossen, sieben verstetigt und 36 angestoßen. Weitere 16 sind in Vorbereitung, acht wurden bislang noch nicht begonnen.
Klimadezernentin Kathleen Lützkendorf betonte, dass mit der Gründung der Klimaschutzagentur Jena gGmbH und zusätzlichem Personal in der Verwaltung wichtige strukturelle Grundlagen geschaffen wurden. Fortschritte gebe es unter anderem beim Ausbau von Photovoltaik, der kommunalen Wärmeplanung, der Elektrifizierung des Fuhrparks sowie beim Carsharing und dem Straßenbahnausbau.
Kritische Punkte bleiben jedoch. Mehrere Stadträte verwiesen auf Verzögerungen beim Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden und die stockende Umstellung des öffentlichen Nahverkehrs auf E-Busse. Auch die Finanzierung großer Investitionen, insbesondere im Energiesektor und bei den Stadtwerke Jena, wurde als zentrale Herausforderung benannt.
Zugleich wurde deutlich, dass das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zunehmend unter Druck gerät. Vor allem die angespannte Haushaltslage, Fördermittelabhängigkeiten und hohe Investitionskosten könnten das Tempo bremsen. Eine umfassende Evaluation zur Wirksamkeit der Maßnahmen soll bis Herbst 2026 vorliegen und eine genauere Einschätzung ermöglichen.
Die Berichtsvorlage des Stadtrates finden Sie hier: https://sessionnet.owl-it.de/jena/bi/vo0050.asp?__kvonr=17610&smcspf=4
Foto: Stadt Jena (Präsentation der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Jena im Jahr 2025)






















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