Stadtspitze kritisiert Pandemiemanagement des Landes

 

Stadtspitze kritisiert Pandemiemanagement des Landes

Die Jenaer Stadtspitze und der Krisenstab kritisieren die Corona-Politik der Landesregierung. Thüringens Bildungsminister Helmut Holter hatte sich wiederholt gegen eine Testpflicht an den Schulen ausgesprochen. Er sei der Überzeugung, dass aus den Schulen heraus die Infektionen nicht in die Bevölkerung getragen würden. Die Jenaer Stadtspitze zeigt sich über diese Aussagen schockiert. Hinweise des Robert Koch-Instituts zu Häufungen von Ausbruchsgeschehen in Schulen würden nicht nur negiert, sondern die Expertise würde sogar als unwissenschaftlich herabgestuft, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung der Stadt Jena. Darüber hinaus werde das Pandemiemanagement der Landesregierung weiter durch Realitätsverweigerungen ersetzt. Steigende Infektionszahlen sollen durch ein Gutachten erklärt werden. Eine Missachtung der gültigen Landesverordnung werde nicht nur hingenommen, sondern auch durch das Gesundheitsministerium gedeckt. Die Bemühungen Jenas um die freiwillige Weiterführung von Schultests seien sogar untersagt worden. Thüringen hat momentan die höchsten Infektionszahlen in ganz Deutschland. Seitens der Verantwortlichen in Jena wird eine sofortige Änderung in der Corona-Strategie des Landes gefordert. Weiterhin schließt sich die Stadt der Forderung der Thüringer SPD-Fraktion nach sofortiger Einführung verpflichtender Tests in Schulen an. cd

 

 

 

 

 

Datum: 15.10.2021
Rubrik: Politik
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