Universität prüft Stasi-Verdacht eines Jenaer Professors

 

Universität prüft Stasi-Verdacht eines Jenaer Professors

Im Fall des unter Stasi-Verdacht geratenen Jenaer Hochschulprofessors teilt das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit, dass die Friedrich-Schiller-Universität Jena die Vorwürfe prüfen und danach eine Entscheidung über die Fortführung des Arbeitsverhältnisses treffen wird. Bei dem Professor handelt es sich nicht um einen Beamten des Freistaats Thüringen, sondern um einen wissenschaftlichen Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis an der Universität mit einer außerplanmäßigen Professur. Laut Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, zeige der Fall, dass die Möglichkeit der Stasi-Überprüfung bei Vorliegen von konkreten Verdachtsmomenten nach wie vor gebraucht wird. Matschie gehe davon aus, dass die Friedrich-Schiller-Universität zeitnah Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagenbehörde beantragen und danach die nötigen Schritte einleiten wird.

Das ARD-Magazin „Kontraste" hatte am Donnerstagabend von der Fälschung der Pässe Westdeutscher durch die DDR-Staatssicherheit im großen Stil berichtet. MfS-Mitarbeiter seien dann mit diesen Pässen in den Westen eingereist. Dazu soll auch der heute an der Universität Jena tätige wissenschaftlicher Mitarbeiter gehört haben.

 

Datum: 20.01.2012
Rubrik: Politik
Das könnte Sie auch interessieren
Jena
Bedeckt Bedeckt
Max: 8° | Min: 8°
Sendung
Info
Info
Info
Info
Info
Info